| Airports in Alpenländern teilweise geöffnet |
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In den Alpenländern und entlang der Adria ist für den Flugverkehr wegen der Wolke aus Vulkan-Asche auch am Dienstag noch mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Allerdings ist in allen Ländern der Luftraum zumindest teilweise wieder geöffnet. So starten seit 8.00 Uhr wieder Flüge von den Schweizer Airports, nachdem die vollständige Luftraumsperre hier vorläufig aufgehoben wurde. Auch in Österreich konnte der Flugbetrieb mit Einschränkungen wieder aufgenommen werden. In München dürften die meisten Starts und Landungen im deutschen Luftraum vorgenommen werden. Eurocontrol, die für die Sperrung zuständige Flugsicherheitsbehörde der europäischen Länder, weist allerdings darauf hin, dass sich die Situation angesichts der wieder zunehmenden Tätigkeit des isländischen Vulkans und der damit verbundenen zunehmenden Dichte einer neuerlichen Aschewolke stündlich ändern kann. So hat Großbritannien etwa angekündigt, den Luftraum wohl gegen Dienstag Abend wieder schließen zu müssen. Man habe mit rasch wechselnden Bedingungen zu kämpfen, heißt es von offizieller Seite.
In Frankreich sind die Pariser Flughäfen wieder im Einsatz, Lyon hingegen bleibt vorerst geschlossen. Auch die zwischenzeitlich verfügbaren Airports von Marseille und Nizza könnten am Abend geschlossen werden, weil die Wolke erneut nach Südosten voranziehe.
EU-weit wurde beschlossen, die Sperrungen nun flexibler zu handhaben. Zu Grunde gelegt werden dabei nun erstmals Messdaten aus Testflügen, die am Montag in ganz Europa durchgeführt wurden. Allerdings sind Änderungen der Wetterbedingungen und Luftströmungen in diesen Berechnungen nicht enthalten und müssten ständig eingepflegt und neu berücksichtigt werden, wie ein Sprecher von Eurocontrol bekannt gab. Derweil haben sich die EU-Verkehrsminister darauf geeinigt, die Situation in den nächsten Tagen flexibler zu handhaben. Demnach soll es je nach Intensität der Wolke und der Partikelkonzentration drei Zonen geben. In der ersten gilt ein absolutes Flugverbot, in der zweiten Zone können die Mitgliedsstaaten entscheiden, ob sie Flugzeugen das Abheben erlauben, und im dritten Bereich ohne Asche-Gefahr ist das Fliegen unbegrenzt erlaubt. Entscheidendes Kriterium werden Satellitenbilder und Daten der Aschewolke sein. Die norditalienischen Flughäfen Mailand, Turin und Genua sind erstmals seit Freitag wieder für Flugbewegungen geöffnet. Dennoch versuchen viele Reisende nach wie vor, auf Züge umzusteigen. Daher hat Italien die Nachbarn Österreich und Deutschland zu einer stärkeren Zusammenarbeit aufgefordert, um mehr Züge als bisher auf internationalen Verbindungen einzusetzen. Nach Sperrung des Luftraums über Europa war es an Bahnhöfen teilweise zu chaotischen Zuständen gekommen. Verschlimmert wurde die Situation auch noch durch den zeitgleichen Streik bei den französischen Eisenbahnen, der zu zahlreichen Zugausfällen, gerade im grenzüberschreitenden Verkehr, geführt hat. In Slowenien ist wie schon in Österreich der Luftraum wieder geöffnet. Kroatien und Bosnien-Herzegowina melden ebenfalls weitgehend Normalität. Lediglich der im Nordosten Kroatiens gelegene Flughafen von Osijek ist noch geschlossen. Der Luftraum über Montenegro hingegen ist bereits seit Sonntagabend wieder geöffnet.
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