Statt Corona-Kater: Pläne schmieden

7 Planungshilfen für die Zeit nach Covid-19.

24. März 2020
#Corona, #COVID-19, #Reisen, #Covid-19, #Alpen, #Urlaub, #alpen, #urlaub, #corona, #stayathome

Plan-Spiele statt Hocken-Heim: Früher oder später geht auch dem fiesesten Virus mal die Luft aus. Auch wenn es jetzt ohne Zweifel heißt: #staythefuckathome! Optimisten wie wir schmieden zuhause Zukunftspläne, statt den Sozialkater namens Corona mit Katzenjammer zu pflegen. Jetzt ist die beste Zeit, um vom nächsten Urlaub (nicht nur) zu träumen. Das Alpenportal gibt Starthilfe.

1. Den großartigsten Gipfelsturm planen 

„Mein erster Dreitausender!“ Das klingt nach Schweiß, Tränen und senkrechtem Heldenmut. Wer – zurzeit noch – Pickel, Steigeisen oder Klettergurt nicht mal buchstabieren geschweige denn ordnungsgemäß einsetzen kann, muss das schließlich nicht verraten. Aber wo kann man als Normalwanderer – gesunde Kondition und etwas Beißkraft vorausgesetzt – einem Berg mit der magischen Drei vorne aufs Dach steigen? In Livigno. Das zollfreie Hochtal zwischen Ortler und Bernina liegt schon auf über 1.800 Meter Seehöhe. In vier bis sechs Stunden kann man von hier einen von acht leichten Dreitausendern bezwingen. Monte Vago, Monte Breva, Pizzo Filone – klingt nach „Dolce Vita 3.000“.

2. Den WWW-Auftritt planen

Noch wichtiger als die neue Website ist in diesen Zeiten eine neue sportliche Herausforderung: Weitwanderwege! Der Lechweg – einer der zehn besten WWWs Europas – führt auf 125 Kilometern Länge vom Vorarlberger Hochgebirge durch eine der letzten Wildflusslandschaften Europas in die Märchen-König-Stadt Füssen. Dieser talnahe Weg eignet sich perfekt für WWW-Novizen. 125 Kilometer. Klingt ganz schön lang? Ist es auch! Aber aufgeteilt in sieben oder acht Etappen – und quasi immer bergab – rücken die nackten Zahlen mit jedem Schritt in den Hintergrund, werden verdrängt von der überwältigenden Naturschönheit. Ich wandere, also bin ich.

3. Südsee, Antarktis, Sahara, Yukon und Tibet in einer Woche planen  

Statt Meilen und CO2 sammelt man auf einer Weltreise durch den Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol nur Erlebnisse. Tag 1: Anreise. Tag 2: Die Südsee liegt 2.700 Meter überm Meer. Auf der „Alpenkönigroute“ kommt man an Bergseen mit feinstem Sandstrand vorbei. Tag 3: Antarktis-Feeling am Großvenediger, auf einem der größten Gletscherplateaus der Alpen. Tag 4: Auf dem „Sudetendeutschen Höhenweg“ wandert man durch eine wüstenartige Landschaft – fast wie in der Sahara. Tag 5: Die Isel, der letzte freifließende Gletscherfluss der Alpen, erinnert an den ungezähmten Yukon River. Tag 6: Die Jagdhausalm umgibt ein Hauch von Tibet. Die älteste Alm Österreichs besteht aus massiver Steinbauweise – „Klein Tibet“ mitten in Osttirol. Tag 7: Abreise.

4. Den ersten Bergurlaub mit Kind & Kegel planen

Serfaus-Fiss-Ladis fragt seine Urlaubsgäste aus guter Tradition unhörbar: „Darf’s ein bisschen mehr sein?“ Ob Wohlfühlstationen mitten im Wandergebiet, superkurze Wege dank der weltweit einmaligen U-Bahn Serfaus oder wanderbare Panoramatouren zwischen 1.200 und 3.000 Meter Höhe mit Lifthilfe – die drei Bergdörfer im Tiroler Oberland bieten einfach sehr viel mehr Wandervergnügen. 500 Kilometer perfekt beschilderte Wege, erschlossen von zehn Seilbahnen, sprechen für sich. Das „Mehr“ meint vor allem aber Qualität. Zahlreiche Wege sind barrierefrei und kinderwagentauglich. 

5. Einen echt guten Zug planen

Global denken, lokal urlauben: Was wir aus dem Coronaschock lernen können? Wir haben nur eine Umwelt! Und die gilt es, enkeltauglich zu behandeln. An- und Abreise mit der Bahn ist vielleicht nur ein kleines, aber leicht umsetzbares Teilchen im Nachhaltigkeitspuzzle. Vor allem, wenn der Zielbahnhof mit dem schnellen und komfortablen ICE erreicht werden kann. So wie Seefeld in Tirol. Vor Corona hieß es: Zeit ist Geld. Nach Corona heißt es: Zeit mit der Familie zu verbringen ist unbezahlbar. Quality Time beginnt also schon beim Einsteigen ins Familienabteil – und findet ihre Fortsetzung bei der tiefenentspannten Sommerfrische auf Innsbrucks Sonnenbalkon. Oder beim Date mit der waschechten Tirolerin Isar, deren Quelle im Karwendel bequem mit dem E-Bike erreichbar ist. 

6. Den inneren Schweinehund endlich besiegen 

Warth-Schröcken ist im Sommer der Actionsport-Pol Vorarlbergs. „Outdoor BIG5“ sei Dank. Zackige Gipfel, tiefe Schluchten und wildes Wasser – hier warten auf kleinstem Raum die größten Draußen-Abenteuer: Canyoning und Wildwasserschwimmen, Klettersteig, Flying Fox und Abenteuerpark. Erfunden haben die neue Challenge rund um Warth-Schröcken die einheimischen Outdoorpioniere Christian, Josef und Jürgen. Wilde Haudegen für große und kleine Abenteuer ... Wer schafft alle fünf Herausforderungen? Ob besten Kumpels, guten Freundinnen oder der ganzen Familie – die Warth-Schröckener Outdoorguides helfen gerne.

7. Deutschlands Höhepunkt ansteuern

Wetten, dass Deutschlands höchster Berg, die 2.962 Meter hohe Zugspitze, auch nach Corona noch stehen wird? Auf die genussvolle Art bezwingt man den Fastdreitausender von der Tiroler Zugspitz Arena aus. Die Tour von Ehrwald über das Gatterl und die Knorrhütte bedeutet: sechs Stunden Aufstieg – aber ohne Kletter- und Gletscherpassagen. Tipp: Mit dem Gatterlticket spart man sich die steilsten Passagen und kürzt den Weg ein wenig ab, schwindeln ist damit ausdrücklich erlaubt. Inkludiert ist die Bergfahrt auf die Ehrwalder Alm, die Fahrt vom Sonnalpin auf die Gipfelterrasse – und mit der Gondel der Tiroler Zugspitzbahn geht es in zehn Minuten wieder runter nach Ehrwald.

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