E-Bike-Touren planen: Darauf kommt es an

Eine E-Bike-Tour im Hochgebirge der Alpen muss sorgfältig geplant werden. Hier gibt es die entsprechenden Tipps dazu.

30. September 2019
#Planung, #E-Bike, #Touren, #Hochgebirge

Mit dem E-Bike lassen sich die Alpen auf besonders rasante Weise erkunden. Die Akku-Unterstützung ermöglicht längere Touren, mehr Höhenmeter und spektakuläre Gipfelaussicht für jedermann. Doch einer E-Bike-Tour sollte stets eine sorgfältige Planung vorausgehen – vor allem, wenn sie ins Hochgebirge führt. 

Die Qual der Tourenwahl

Zu Beginn sollte immer geklärt werden, was sich die Teilnehmer von der Tour erwarten: Will man neue Trails erkunden? Schnelle Abfahrten? Eine besonders atemberaubende Aussicht? Schließlich ist zu berücksichtigen, wer an der Tour teilnehmen wird: Wie sieht es mit Kondition, Fahrkönnen und Erfahrung der Gruppenmitglieder aus? 

Die Geschwindigkeit eines E-Mountainbikes darf jedenfalls nicht unterschätzt werden: Profi Yves Ketterer empfiehlt E-Bike-Anfängern, mit leichten Touren zu beginnen und sich langsam an das neue Sportgerät heranzutasten.

Zur Beurteilung verschiedener Touren kann man sich an Tourenführern in Buchform orientieren oder Onlineportale zu Rate ziehen.

Der Weg ist das Ziel: die Planung der Route

Ist das Ziel festgelegt, geht es an die detaillierte Planung der Route. Im einfachsten Fall fährt man eine bereits vorgegebene Route. Etwas anspruchsvoller ist es, den Verlauf selbst zu planen.  Dazu gibt es online zahlreiche Routenplanungstools, hier lässt sich zum Beispiel die Art des Fahrzeugs (E-Bike, normales Mountainbike etc.) einstellen, das Höhenprofil abrufen und vieles mehr.

Besonders im Frühling und Herbst ist die Tour so zu planen, dass vor dem Einbruch der Dunkelheit in jedem Fall eine Hütte bzw. das Tal erreicht wird – ausreichend Pufferzeit gehört also unbedingt dazu. Auch Alternativrouten sollten eingeplant werden: Welche kürzeren Wege gibt es, falls die Gruppe doch langsamer ist oder es Schwierigkeiten gibt?

Akku immer im Blick behalten

Der wesentliche begrenzende Faktor beim E-Bike ist der Akku. Deshalb muss bei der Routenplanung die Akkulaufzeit einkalkuliert werden. Die Reichweite des Akkus hängt vom Modell des E-Bikes, von der Unterstützungsstufe, vom Körpergewicht des Fahrers ist und der Steilheit des Geländes ab. Einer der wichtigsten Einflüsse sind sicherlich die zurückgelegten Höhenmeter. 

Der Alpenportal-Tipp: Mit kurzen Touren anfangen und ein Gefühl dafür entwickeln, wie lange eine Akkuladung vorhält. Bei Mehrtagestouren immer planen, wo und wie lange die Akkus geladen werden.

E-Bike-Touren in den Alpen: am Berg orientieren

Zur Orientierung am Berg existieren mittlerweile zahlreiche technologische Hilfsmittel. Trotzdem: Auf die klassische Karte aus Papier sollte nicht verzichtet werden – falls der Akku von Smartphone und Co. doch einmal ausgeht. Ansonsten bieten Routenplanungs-Apps für das Smartphone eine sehr praktische Möglichkeit, alle Details unterwegs abzurufen. Ein GPS-Fahrradcomputer bietet noch mehr Komfort und verbraucht weniger Strom. 

Dank E-Bike können auch Berg-Anfänger die wunderbare alpine Landschaft genießen. Umso mehr gilt: Eine umfassende Planung ist ein Muss. Besonders die Reichweite des Akkus muss im Blick behalten werden. Einsteiger sind gut beraten, schrittweise zu beginnen und ein Gefühl für die eigene Kondition und Akkuladung zu entwickeln. 

Teilen

Weitere Artikel

Älter