Nachhaltige Freizeit-Inspirationen in den Bergen

Der 11. Dezember wurde von den Vereinten Natione zum „Internationalen Tag der Berge“ erklärt.

6. Dezember 2019
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Frische Bergluft mit Panoramablick: Alpen und Mittelgebirge sind nicht nur beliebte Ausflugsziele für Outdoorbegeisterte. Gipfel, Hügel und Felsmassive sind auch Lebensraum von Flora und Fauna. Um auf die zunehmende Bedrohung dieses sensiblen Ökosystems durch Klimawandel und Überlastung aufmerksam zu machen, ernannten die Vereinten Nationen den 11. Dezember zum „Internationalen Tag der Berge“. Das Alpenportal liefert anlässlich des Gedenktags Inspirationen für ein umweltfreundliches Bergerlebnis, durch das Wanderer oder Bergsportler die Schönheit der Bergwelt  noch mehr zu schätzen, respektieren und schützen lernen.

Heilklimatisches Wandern in Garmisch-Partenkirchen

©Markt Garmisch-Partenkirchen_Uli WiesmeierGanzheitlich, nachhaltig, gesund: Garmisch-Partenkirchen ist einer von 16 Orten Deutschlands, der mit dem Gütesiegel „Heilklimatischer Kurort der Premium Class“ ausgezeichnet ist – eine Art Garantieerklärung für naturorientierten Gesundheitsurlaub, der auch dem Schutz der Umwelt oberste Priorität einräumt. Das geschulte Team des GaPa Gesundheits-Eck bietet jeden Donnerstag klimatherapeutische Wanderungen mit wechselnden Routen durch die vielfältige Bergwelt rund um Garmisch-Partenkirchen an. Bei diesen geführten Touren lernen Gäste des Urlaubsorts durch spezielle Atemübungen, manuelle Pulskontrolle und Thermoregulationstraining, die Bewegung an der frischen Luft in den Bergen gezielt für die Gesundheit einzusetzen.

Treffpunkt für die klimatherapeutischen Wanderungen ist jeden Donnerstag um 10 Uhr am GaPa Gesundheits-Eck. Die Teilnahme kostet 12 Euro pro Person, Inhaber der Gästekarten der Zugspitz Arena Bayern-Tirol erhalten eine Ermäßigung von 2 Euro. Anmeldungen werden telefonisch unter +49 8821 1807736 erbeten.

Bergwinter auf dem Hohenbogen im Bayerischen Wald

©Haus SchönblickDer acht Kilometer lange, gut 1.000 Meter hohe Gebirgszug Hoher Bogen war schon immer ein Liebling des Bayerischen Waldes: Im 12. Jahrhundert verfiel Graf von Bogen dem Charme dieses Bergrückens und errichtete als Liebesbeweis eine Burg auf dessen Rücken. Viele „Woidler“, wie sich die Bewohner des Bayerischen Waldes selbst nennen, zieht es Jahr für Jahr auf den Hohen Bogen – insbesondere zur Weihnachtszeit.  Über einen sanft ansteigenden Forstweg wandern sie zum Bergwinter an der Alm Schönblick. Auf dem beschaulichen Weihnachtsmarkt trifft sich an Adventswochenenden Jung und Alt bei Punsch und Plätzchen auf ein geselliges Pläuschen. Magischer Berg-Moment ist das abendliche Schauspiel des Sonnenuntergangs am Hohen Bogen – dann verwandelt sich die winterliche, weiß-grüne Gebirgslandschaft in ein orange-violettes Winterwonderland. Ein ehrfürchtiger Moment für alle Bergfreunde.

Winterwandern in den Schweizer Alpen

©Radisson-Blu-Hotel-ReussenFür aktive Entschleunigung sorgt das vielfältige Wanderwegnetz in Andermatt, Sedrun und Disentis. Vom gefrorenen Arnisee im malerisch verschneiten Wald über die sonnenreiche Wanderung von Sedrun nach Disentis zum Spaziergang auf der Furka-Passstraße von Realp nach Tiefenbach – sorgfältig präparierte und gut ausgeschilderte Wege laden zur Erkundung der Region aus nächster Nähe ein. Dank der Matterhorn Gotthard Bahn sind die Gebiete miteinander verbunden und die Fahrt über den Oberalppass bietet eine einmalige Aussicht auf die verschneiten Berggipfel. So können je nach Wetter und Tagesform Teilabschnitte auch mit dem Zug zurückgelegt werden. Ein perfekter Ausgangspunkt ist das Radisson Blu Hotel Reussen in Andermatt inmitten der Schweizer Alpen. Hier können sich Wintersportler nach einem aktiven Tag in der Berglandschaft bei Wellness und regionaler Kulinarik bestmöglich entspannen.

Panoramawandern in und um Kitzbühel

Wenn der Schnee harsch unter den Stiefeln knirscht, funkelnde Eiskristalle den Weg säumen und der Blick über die verschneite Landschaft schweift, sind Schneeschuhwanderer auf dem berühmten Hahnenkamm unterwegs. Der knapp zwei Kilometer lange Weg bietet Winterfreunden eine anhaltende Panoramasicht auf die umliegenden Berggipfel und die herzhafte Küche mit regionalen Zutaten im Hahnenkammstüberl lädt zum Aufwärmen und Genießen ein.

In bester Hand sind die Wanderer bei den geführten Wandertouren, organisiert von Kitzbühel Tourismus. Jeden Monta©Kitzbühel Tourismusg und Freitag um 9:45 Uhr begleiten erfahrene Bergführer ausgewählte Routen rund um Kitzbühel und informieren über die umliegende Flora und Fauna. Mit der RedCard, der Kitzbüheler Gästekarte, ist die Teilnahme kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

 Im Einklang mit der Natur

©Tourismusverband Region Hall-WattensObwohl es größtenteils flach dahingeht, sind die geführten Winterwanderungen durch den Winterwald ein besonderes Erlebnis in der Alpenregion Hall-Wattens. Jeden Dienstag geht es ab 10 Uhr auf verschneiten Wegen durch die Landschaft am Fuße des Glungezers. Ausgestattet mit Ferngläsern von Swarovski Optik pirschen sich natur-begeisterte Neugierige an Gämse und anderes Wildtier heran. Warmer Punsch aus der Thermoskanne wärmt die Wanderer dabei von innen. Mit der rund dreistündigen Wanderung kommen alle Teilnehmer in den Genuss der herrlichen Alpinwelt. Anmeldung sind jeden Montag bis 18 Uhr online oder vor Ort beim Tourismusbüro Hall-Wattens möglich. Wanderstöcke stellt der örtliche Tourismusverband zur Verfügung. In der Weihnachtszeit empfiehlt sich ein abschließender Abstecher auf den Adventsmarkt in der Altstadt von Hall.

Winter-Wander-Tour auf den Lusen im Bayerischen Wald

Der Lusen zählt mit 1.373 Metern Höhe zu den höchsten Gipfeln im Bayerischen Wald und bietet ein außergewöhnliches Wandererlebnis. Ein Felsenmeer erstreckt sich hier mit gut 200.000 Quadratmetern rund um den Gipfel und brandet mit seinen Gesteinsmassen an die Berghänge. Erosionen während der Eiszeit schufen eine bizarre, mondähnliche Felsenlandschaft mit unterschiedlichen Gesteinsansammlungen und Farben. Im Winter eröffnet sich Gipfelstürmern ein besonderer Anblick: dann verwandelt der Schnee die hohen Fichten und Tannen in weiße, majestätische Wächter des Berges. „Lusenmandla“ nennen das die Einheimischen.

©Nationalpark Bayerischer WaldMitten durch die surreale Landschaft führt ein knapp zehn Kilometer langer Wanderweg bis auf den Gipfel des Lusens. Startpunkt für eine Winterwanderung  ist die Igelbus-Haltestelle Waldhäuser Kirche. Geradewegs führt die „Himmelsleiter“, ein gemächlicher Anstieg, unter dem steten Blick der „Lusenmandla“ durch das winterliche Felsenmeer bis auf den schroffen Gipfel. Nebenbei informieren kleine Hinweisschilder über die unterschiedliche Flora und Fauna. Da der Weg weitestgehend gut ausgebaut ist, tauchen Groß und Klein gleichermaßen in die Schönheit der winterlichen Bergwelt ein.

Am Gipfel angekommen belohnt die Wanderer ein weitreichendes Panorama über die verschneite Landschaft. Nach knapp vier Stunden erreicht man den Startpunkt über denselben Weg oder über den gemütlichen Rundweg und wärmt sich in einem der naheliegenden Wirtshäuser wieder auf.

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